Nachtwanderung
Den Mutigen gehört die Welt

12. Oktober 2007 abends um halb 6 staunen die Spaziergänger nicht schlecht, als sie auf unsere grosse Gruppe treffen. War es die nahe Lage oder das feine Essen, auf jeden Fall waren noch nie so viele Zwei- und Vierbeiner dabei wie heute. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde dürfen heute als erstes die Zweibeiner, dem Motto getreu, allen Mut zusammen nehmen und in das Schlangennest greifen, um eines der Eier habhaft zu werden. Darin vorborgen stehen die Aufgaben des heutigen Abends - sei es das Überspringen eines hündischen Partners oder eines menschlichen Arms, das Unterqueren einer Bank auf dem schon andere Hunde sitzen oder der Biss in einen vermeintlichen Stein - da ist keine Aufgabe dabei, die nicht ein klein wenig Mut erfordern wird.
Nachdem alle ihre Aufgabe gefasst haben, machen wir uns auf den Weg zum Leywald, wo schon Eulen, Elfen und Zwerge auf uns warten. Dort gilt es auch gleich die erste Übung zu bestehen: Schnell sind zwei menschliche Kreise gebildet - einmal mit dem Gesicht nach innen und der zweite mit dem Gesicht nach aussen. Welcher Hund würde es wagen, diese Mauern aus Beinen zu durchbrechen, um zu seinem darin gefangenen Frauchen oder Herrchen zu gelangen?
Als wir danach aus dem Wald treten,  empfängt uns ein wunderschöner Abendhimmel, der uns auf unserem Weg über die Felder begleitet. Auf offenem Feld dürfen Hund und Mensch die nächsten Mutproben bestehen, sei es durch das mutige Unterqueren eines Tuches, das links und rechts von Hund und Mensch gesäumt ist. Oder durch die gekonnte Führung seines "blinden" Menschen über alle Unebenheiten des Weges hinweg, um zum verlockend duftenden Schälchen zu kommen. Danach geht es weiter Richtung Schlatthof, wo sich Pferd, Kuh und Schwein schon längst gute Nacht gesagt haben. Und auch für uns wird es langsam spät und deshalb bekommen die Hunde noch schnell einen Kranz angelegt, mit denen sie uns gelb, blau und grün schimmernd den Weg leuchten. Aber halt, da flackert doch was - Kerzen links und rechts säumen unseren Weg und es ist spannend zu sehen, wie die Hunde auf dieses ungewohnte Licht reagieren. Viel gelassener nehmen sie hingegen unsere hinter dem Tuch heulenden und mit Taschenlampen blinkenden Geister - das nächste Mal müssen wir uns da doch etwas Gefürchigeres ausdenken. Danach sind die Mutproben für heute beendet und nach gut 2 Stunden sind wir wieder zurück bei unseren Autos und freuen uns nun alle auf den leckeren Tartarenhut im Crazy Horse in Muttenz.


Und hier gibt es die weiteren Bilder von unserer Nachtwanderung